An diesem Wochenende fand auf dem wunderschönen Red Bull Ring in der österreichischen Steiermark das vorletzte Event auf dem IDM-Kalender 2021 statt. Es war der erste Besuch der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft seit 2014 in Spielberg. Dicke Wolken und unbeständiges Wetter, mit dem stetigen Wechsel zwischen trocken und nass, ließen die Fahrer des EGS-alpha-Van Zon-BMW Teams an diesem Wochenende nicht relaxen. 

 

Mit etwas mehr Trainingszeit am Freitag starteten Ilya Mikhalchik (UKR), Jan Mohr (AUT), Pepijn Bijsterbosch (NED) und Tim Eby (GER) in den vorletzten Event dieser Saison. Mikhalchik, für den der Besuch auf der Strecke der erste war, stürzte im regennassen Qualifying am Samstag und konnte sich damit nur auf den vierten Startplatz für das erste Rennen qualifizieren. Der Ukrainer beendete beide Rennen dennoch auf dem Podium, mit einem dritten Platz in Rennen eins und einem zweiten Platz in Rennen zwei. 

 

Jan Mohr, dessen langersehntes Heimrennen der Event auf dem Red Bull Ring war, holte sich sein bisher bestes Rennergebnis der Saison mit dem achten Platz im zweiten Rennen, nachdem er das erste Rennen nach einem Start aus der 14. Position und wegen dem wetterbedingt fehlendem Vertrauen in sein Bike auf der rutschigen Rennstrecke auf Rang 18 beendet hatte.

 

Für den Niederländer Pepijn Bijsterbosch lief das Wochenende zwar nicht optimal, dennoch besser als sein eigenes Heimrennen vor zwei Wochen in Assen in den Niederlanden. Dort war er vom Pech verfolgt, was er an diesem Wochenende mit den Plätzen elf und zwölf wieder gut machen konnte. Enttäuschend war für den 31-Jährigen, dass er sich in Rennen eins verschalten hatte, was ihn wichtige Punkte kostete. Im zweiten Rennen war es dann die Bremse, die ihn an einer besseren Platzierung hinderte. Aus technischer Sicht war das Wochenende dennoch ein Erfolg, da sich die BMW M 1000 RR deutlich besser angefühlt hat, als beim Event zuvor. 

 

Für den Deutschen Tim Eby hat es sich durchaus bezahlt gemacht, dass er privat vor einigen Wochen auf der österreichischen Strecke testen war. Er konnte konstant schnelle Rundenzeiten fahren und bewegte sich deutlich weiter vorn als bei vorherigen Events, immer in Punktnähe. Er ist zufrieden mit seinem Wochenende und hofft, die Motivation nun mit in die letzte IDM-Veranstaltung mitnehmen zu können. 

 

Am letzten Wochenende im September, vom 24.09. bis 26.09. wird auf dem Hockenheimring mit dem letzten Event der Serie entschieden, wer Deutscher Meister 2021 wird. Die Chancen stehen gut für den EGS-alpha-Van Zon-BMW Fahrer Ilya Mikhalchik, sich den Titel zum dritten Mal zu sichern. Aber es bleibt abzuwarten, was seine Titel-Kontrahenten auf der Rennstrecke in Hockenheim bieten können. Alle Infos zur Serie, die Ergebnisse und der aktuelle Punktestand sind auf der Webseite www.idm.de zu finden. 

Ilya Mikhalchik, #37:

“Natürlich bin ich glücklich. Wir haben dieses Wochenende ganze Arbeit geleistet, besonders vom Samstag auf den Sonntag. Ich hatte während des Qualifyings ein paar Probleme und bin auch gestürzt, was für mich sehr ungewöhnlich ist. Aber selbst damit waren wir gut vorbereitet und ich bin in einer guten Gruppe mitgefahren und konnte mit um den Sieg kämpfen. Ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit dieses Wochenende. Ich führe die Meisterschaft an und freue mich auf die letzten beiden Rennen der Saison auf dem Hockenheimring. “

Jan Mohr, #5:

„Mein Renn-Sonntag war ziemlich turbulent. Das erste Rennen glich eher einer Katastrophe. Es hat geregnet, aber eben nicht richtig und dadurch war es ziemlich rutschig auf der Strecke und das hat mich etwas verunsichert. Ich war viel zu vorsichtig und bin auf Platz 20 zurück gefallen. Am Ende konnte ich aber noch zwei Plätze gut machen und bin auf Platz 18 ins Ziel gekommen. Im zweiten Rennen war es dann trocken und ich hatte einen super Start. Nach den ersten paar Runden war ich schon von Startplatz 14 auf Platz acht angekommen. Bastien Mackels wollte ich gern noch überholen, aber am Ende hat der Reifen nachgelassen und ich musste mich mit dem achten Platz zufrieden geben. Das war mein bisher bestes Saisonergebnis und das bei meinem Heimrennen. Das fühlt sich jetzt gerade richtig fantastisch an.“

Pepijn Bijsterbosch, #55:

“Das erste Rennen verlief ganz gut. Ich hatte einen guten Start. Leider habe ich mich dann im langsamen Bergauf-Bereich verschalten und einige Plätze verloren. Der Regen war nichts Halbes und nichts Ganzes und das war irgendwie merkwürdig. Das Bike hat sich allerdings im ersten Rennen ganz gut angefühlt und daher war es nicht so schlecht. Ich hatte aber gedacht, dass wir noch etwas mehr zur Spitze aufholen können. Ich bin ein bisschen enttäuscht über das zweite Rennen. Ich hatte zu Beginn einige Probleme mit der Bremse und das hat arg an meinem Vertrauen genagt und ich konnte keinen guten Rhythmus finden. Das hat mir ziemlich Probleme bereitet im zweiten Rennen. Insgesamt muss ich aber sagen, dass das Motorrad dieses Wochenende viel besser funktioniert hat, als noch in Assen und aus dieser Sicht war es ein gutes Wochenende, auch wenn ich über das zweite Rennen eher enttäuscht bin.”

Tim Eby, #17:

“Das erste Rennen war leider sehr enttäuschend. Es hat in der ersten Runde angefangen zu regnen  und ich wusste nicht wie gut der Grip ist und wie sehr man puschen kann und ich war sehr unsicher und hab ein paar Fehler gemacht. Die Pace wurde dann immer besser und ich konnte auch einige Kontrahenten überholen. Leider ist mir dann beim Anbremsen in eine Kurve der Gang raus gegangen und ich musste ins Kies ausweichen und über die Rettungswege zurück fahren, dabei habe ich mehr als eine Sekunde verloren und konnte das Rennen nur in der vorletzten Position beenden. Ins zweite Rennen bin ich sehr gut gestartet und konnte richtig dagegen halten. Bis zur zweitletzten Runde lag ich auf Rang 16. Leider hab ich dann wieder drei Plätze hergeben müssen, zum Glück nur an die Gaststarter. Das Rennen habe ich dann auf Platz 19 beendet. Ich bin aber sehr zufrieden mit dem Wochenende. Es waren insgesamt 32 Starter und ich bin deutlich weiter vorn gefahren als sonst. Ich hoffe, dass ich diese Motivation mitnehmen kann nach Hockenheim. Mal schauen, was da noch so geht.”

Werner Daemen, Team Manager:

“Das Wochenende ist sehr gut gelaufen. Ich bin sehr zufrieden. Im ersten Rennen sand Ilya auf dem Podium, das ist sehr gut für die Meisterschaft. Tim, Jan und Pepijn sind alle sehr gut gefahren. Tim war die ganze Zeit in der Nähe der Punkte. Ilya ist Zweiter geworden hinter Florian Alt, der dieses Wochenende zweifellos der Beste war. Der Titel rückt in greifbare Nähe. Es ist jetzt auf alle Fälle möglich die Meisterschaft ein drittes Mal mit Ilya zu gewinnen und das ist ganz klar unser Fokus und unser Ziel. Auch Markus (Reiterberger) im Satellitenteam hat mit dem zweiten Platz im ersten Rennen eine sehr gute Arbeit geleistet dieses Wochenende.”