Mikhalchik besiegelt dritten Titel für sein Team

 

Das Saisonfinale auf dem Hockenheimring steckte voller Emotionen für das EGS-alpha-Van Zon-BMW Team. Mit dem Meistertitel in der Tasche reiste die belgisch-deutsche Crew von Werner Daemen an die Baden-Württembergische Rennstrecke. Für Ilya Mikhalchick (UKR), der in diesem Jahr bereits zum dritten Mal den Titel für das Team holte (2018, 2019 und 2021), sollte es ein entspanntes Wochenende werden auf dem Hockenheimring, wo traditionell immer das Finale der IDM – Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft stattfindet. Auch Jan Mohr (AUT), Pepijn Bijsterbosch (NED) und Tim Eby (GER) hatten nach guten Trainings und Qualifyings am Freitag und Samstag ordentlich Kraft gesammelt für die beiden Rennen am Sonntag. Mit den Startpositionen vier (Mikhalchik), fünf (Mohr), 16 (Bijsterbosch) und 25 (Eby) ging es ins erste Rennen. Bereits in Runde drei gab es für das Team den ersten Ausfall, als Pepijn Bijsterbosch in einen Sturz involviert wurde. Der Niederländer konnte sein Bike in die Box zurück fahren, aber das Rennen war für ihn vorbei. Jan Mohr hatte einen guten Start aus seiner besten Startposition des Jahres. In Runde vier hatte sein Teamkollege Mikhalchik bereits die Führung vor Florian Alt, Vladimir Leonov und Markus Reiterberger übernommen als das Rennen aufgrund einer Ölspur  und diversen Stürzen, die darauf hin folgten, abgebrochen werden musste. Unter den Gestürzten war leider auch EGS-alpha-Van Zon-BMW Fahrer Tim Eby. Der 27-Jährige wurde mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung ins Medical Center gebracht und musste mit dem Helikopter ins Klinikum nach Ludwigshafen geflogen werden, um Kopfverletzungen auszuschließen. Nach einem ausgiebigen Check wurden aber keine Verletzungen festgestellt. Eby muss zur Beobachtung über Nacht noch im Krankenhaus bleiben.

 

Nach dem Neustart des ersten Rennens hatte Ilya Mikhalchik einen heftigen Highsider und ging zwischen Vladimir Leonov, Markus Reiterberger und Florian Alt zu Boden. Der Ukrainer hatte großes Glück, dass er nur mit ein paar Blessuren davon kam, doch auch für ihn war das Rennen damit beendet. Kurze Zeit später hatte auch Teamkollege Jan Mohr Pech. Ihm klappte beim Kampf um Position sechs das Vorderrad ein und auch er ging ohne Punkte aus diesem Rennen heraus. Kein Fahrer des Teams konnte das erste Rennen beenden. 

 

Das zweite Rennen am Nachmittag verlief besser für das Team. Ilya Mikhalchik beendete dieses als neuer Deutscher Meister auf dem fünften Rang. In einer kleinen Zeremonie am Ende des Rennens feierte er seinen dritten Titel in der Serie mit zwei Doubles, die ihn vor gut gefüllter Tribüne in der Sachs-Kurve unterstützten und die beiden anderen Titel darstellen sollten. Jan Mohr ging im zweiten Rennen als Achter ins Ziel und beendet die Saison auf dem 14. Platz in der Gesamtwertung. Pepijn Bijsterbosch wurde heute im zweiten Rennen 14. und beendet seine IDM-Saison 2021 auf Platz 16. Das EGS-alpha-Van Zon-BMW Team wünscht Tim Eby eine gute und schnelle Besserung.

 

Für Ilya Mikhalchik geht es morgen schon wieder weiter. Er wird mit seinem EWC-Teamkollegen Markus Reiterberger auf der tschechischen Rennstrecke in Most für das Saisonfinale der Langstrecken-Weltmeisterschaft in gerade einmal zwei Wochen testen. Alle anderen Fahrer haben sich jetzt eine kleine Pause verdient.

 

Gestern wurde der vorläufige Kalender für die IDM – Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft 2022 bekannt gegeben. Demnach geht es im Mai 2022 auf dem Lausitzring in die neue Saison.

 

Ilya Mikhalchik, #37:

Das wichtige Ergebnis ist das Gesamtergebnis und da sind wir Erster geworden. Das ist das dritte Mal in vier Jahren und das ist ein tolles Gefühl. Wir haben uns seit dem letzten Jahr sehr weiter entwickelt und haben bei jedem Rennen um den Sieg kämpfen können und das unter verschiedenen Bedingungen und darüber bin ich sehr glücklich. Das haben wir als gesamtes Team erreicht. Ich möchte mich von ganzem Herzen bei allen bedanken, die mich unterstützt haben. Ein besonderer Dank gilt meiner Familie und meiner Freundin, die wirklich Immer hinter mir steht und mir den Rücken stärkt. Ich bin wirklich sehr glücklich über den Titel und ich möchte diese Emotionen mit in die Winterpause nehmen und mich in der Zeit erneut weiter entwickeln, um auch nächstes Jahr wieder um den Titel kämpfen zu können.

 

Jan Mohr, #5:

Das finale Wochenende hier auf dem Hockenheimring lief für mich fantastisch. Wir waren ab dem ersten Training super mit dabei. Mein fünfter Startplatz im Qualifying war wirklich ein Highlight. Es lief super gut und das ganze Team hat einen echten Top-Job gemacht. Ich hatte einen super Start ins erste Rennen und habe gerade auf den fünften Platz aufgeschlossen. Dann wurde das Rennen leider abgebrochen und es gab einen Restart. Nach dem Restart ist mir dann während des Überholmanövers auf Position fünf das Vorderrad eingeklappt. Das hat mich natürliche sehr geärgert, denn es wäre mein bisher bestes Ergebnis in diesem Jahr gewesen. Das zweite Rennen war von den Bedingungen her schwierig für mich, da es zu Beginn ein bisschen geregnet hat. Aber ich hatte einen super Start und eine super erste Runde und konnte viele Positionen aufholen. Dann ist mir leider der Gang raus gesprungen und ich hab ein paar Plätze verloren. Am Ende bin ich Achter geworden. Insgesamt gesehen war die Saison ganz anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Es gab immer mal wieder Probleme und ich musste mich an das Bike gewöhnen. In den letzten zwei bis drei Rennen konnte ich mich aber steigern. Ich hoffe, dass ich diesen Trend im nächsten Jahr weiter fortsetzen kann. Mit der Arbeit des gesamten Teams bin ich sehr zufrieden. Alles lief immer sehr professionell und trotzdem so entspannt ab. Ich habe mich hier sehr wohl gefühlt.

Pepijn Bijsterbosch, #55:

Für mich ist die Saison leider überhaupt nicht so gelaufen, wie ich mir das gewünscht hätte. Die erzielten Ergebnisse waren für mich definitiv unter meinem Niveau. Und der Abschluss der Saison in Hockenheim war auch nur mit Pech behaftet. Im ersten Rennen wurde ich abgeräumt und bin leider schon sehr zeitig ausgefallen. Ins zweite Rennen bin ich ganz gut gestartet, aber habe dann Armpump-Probleme bekommen. Wahrscheinlich war das noch eine Nachwirkung des Sturzes auf den Ellbogen im ersten Rennen. Abschließend kann ich nur sagen, dass heute leider nicht mehr drin war. 

Werner Daemen, Team Manager:

Über den erneuten Meistertitel bin ich sehr glücklich. Leicht ist das, genau wie bei den Titeln zuvor, sicher nicht gewesen, aber wir haben es ein weiteres Mal geschafft. Die Rennen heute waren sehr schwierig, besonders mit den schweren Stürzen, nicht nur von Tim, auch der Highsider von Ilya ist gerade nochmal gut ausgegangen und die Jungs sind zum Glück nur etwas angeschlagen. So etwas ist nie einfach, aber es geht allen vier Fahrern glücklicherweise gut. Im Moment freue ich mich einfach nur sehr über den Meistertitel.