Mikhalchik und Puffe führen Meisterschaft an

Ein erfolgreiches Wochenende beim Heimrennen des alpha Racing-Van Zon-Teams auf der belgischen Rennstrecke in Zolder kam heute zu einem abrupten Ende. Nachdem ein Seitenwagen-Gespann Öl auf der Rennstrecke verloren hatte, musste diese erst einmal aufwendig gesäubert werden. Leider kam es dann im nachfolgenden Supersport 600 Rennen erneut zu einem Zwischenfall und wieder wurde die Strecke durch Flüssigkeiten verschmutzt. Nach einer Testfahrt mit Fahrern des Boxer Cups und der Supersport wurde entschieden, dass alle weiteren Fahrten auf der Rennstrecke aus Sicherheitsgründen abgesagt werden. Das zweite Rennen der Superbike 1000 Klasse der IDM – Internationalen Deutschen Meisterschaft fand also nicht statt.

Abgesehen von diesem heutigen Vorfall war es ein erfolgreiches Wochenende für das Team von Werner Daemen. Beide Rennfahrer, sowohl Ilya Mikhalchik, als auch Julian Puffe hatten alle Sessions an diesem Wochenende in erster, bzw. zweiter Position beendet. Mikhalchik überholte seinen Teamkollegen durch den Sieg im ersten Rennen in der Gesamtwertung der Internationalen Deutschen Meisterschaft und steht nun mit 95 Punkten nur einen einzigen Punkt vor dem Schleizer Julian Puffe, der in zweiter Position liegt. Bereits im Qualifying hatte der Ukrainer sich die Pole Position mit nur 0,023 Sekunden Vorsprung vor Puffe gesichert. 

Das alpha Racing-Van Zon-BMW Team konnte seinen mehr als 400 Gästen beim Heimrennen eine super Show bieten und reist nun zuversichtlich zum vierten Lauf der IDM, der vom 19. bis 21. Juli als Rahmenprogramm des Truck-Grand-Prix auf dem Nürburgring stattfindet, an der Spitze der Gesamtwertung der SBK1000-Klasse an.

Ilya Mikhalchik: „Ich bin nicht wirklich glücklich mit der Entscheidung der Rennleitung das zweite Rennen heute nicht stattfinden zu lassen. Es war ja nicht wirklich ein Grund da, um alles komplett abzusagen, wie zum Beispiel, wenn es geschneit hätte. So etwas wie heute kann jedes Mal passieren und was, wenn beim nächsten Rennen wieder sowas passiert. Man kann ja dann nicht immer die Rennen absagen. Mit dem Wochenende bin ich aber sehr zufrieden. Wir haben wieder Fortschritte mit dem Motorrad machen können und eine gute Richtung eingeschlagen. Ich hatte gute Kämpfe mit meinem Teamkollegen. Ich bin nur nicht glücklich über die Entscheidung mit dem zweiten Rennen, weil ich denke, dass ich auch das hätte gewinnen können. Aber so ist es nun einmal und da müssen wir jetzt einen Haken ran machen und uns auf das nächste Rennen vorbereiten.“

Julian Puffe: „Mein Fazit ist allgemein gut. Wir waren schon am Freitag in allen Trainings-Sessions auf eins. Wir haben das Motorrad gut hin bekommen und waren eigentlich schon am Freitag mit der ganzen Abstimmungsarbeit fertig. Meine Crew hat da echt einen Top-Job gemacht. Am Samstag konnte ich im ersten Qualifying eine gute Runde fahren und war auf der provisorischen Pole Position. Im zweiten Qualifying wollte ich eigentlich noch einmal nachlegen, aber ich bin dann nicht mehr auf die Rundenzeiten gekommen und musste die Pole Position mit zwei Hundertstel an meinen Teamkollegen abtreten. Aber mit Startplatz zwei war ja noch nichts verloren. Das Warm up heute morgen war das erste, was ich dieses Jahr fahren konnte. Es lief auch richtig gut und ich war wieder auf eins. Für das Rennen gab es für mich dann also nur eine Richtung. Ins erste Rennen hatte ich einen richtig guten Start. Das wurde aber abgebrochen und danach gleich wieder gestartet. Der zweite Start war nicht ganz so gut. Ich hatte dann einen super Fight mit Ilya, konnte ihn sogar überholen und einige Führungsrunden drehen. Am Ende musste ich mich allerdings mit Platz zwei geschlagen geben. Ich bin aber trotzdem super happy, dass wir bedeutend näher dran sind als sonst und darauf können wir weiter aufbauen.“

Werner Daemen, Teammanager: „Das Wochenende war wirklich nicht schlecht für uns. Wir waren immer auf den Plätzen eins und zwei. Beide Fahrer waren im Qualifying mit ähnlichen Zeiten unterwegs und lagen sehr dicht beieinander. Das war perfekt. Das Motorrad lief besser als in den Wochen vorher. Im Rennen hatten Ilya und Julian fast dieselbe Pace, waren nur einen Bruchteil einer Sekunde voneinander entfernt. Das zweite Rennen fand dann leider nicht statt, weil die Fahrer vom Boxer Cup und aus der Supersport entschieden haben, dass es zu gefährlich wäre zum Fahren. Darüber sind wir natürlich nicht glücklich, aber das müssen wir akzeptieren.“

 

21.06-23.06.2019 Zolder / IDM – Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft | Foto: Felix Wiessmann

 

21.06-23.06.2019 Zolder / IDM – Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft | Foto: Felix Wiessmann