Drei Podiumsplätze und eine Pole Position
 

Der zweite Lauf der IDM (Internationale Deutsche Meisterschaft) fand an diesem Wochenende im Rahmen der „German Speedweek“ und als Support für die Langstrecken-Weltmeisterschaft in der Motorsportarena in Oschersleben statt. Für das alpha Racing-Van Zon-BMW-Team ging das Wochenende stark und gut mit Platz ein für Julian Puffe und Platz zwei für Ilya Mikhalchik im ersten freien Training los. Dann öffnete sich der Himmel und das zweite freie Training blieb das Team in der Box. 

 

Am Qualifikationstag lief es dann leider nicht ganz so gut für das belgische Team. Julian Puffe, der die schnellste Zeit des Tages fuhr, stürzte hart in der ersten Kurve zu Beginn der Session und hinterließ seiner Seite des Teams eine Nachtschicht, um die BMW S 1000 RR bis zum wichtigen Renn-Tag wieder aufzubauen. Auch Ilya Mikhalchik war im Qualifying weg gerutscht. Das Motorrad hat aber nicht allzu viel abbekommen. Glücklicherweise blieben beide Fahrer unverletzt. Puffe behielt trotz seines Sturzes die schnellste Zeit des Tages und blieb auf der Pole Position.

 

Anders als bei den anderen IDM-Events fanden die beiden Hauptrennen der SBK1000-Klasse am Samstag statt. Das Warm up war für Julian Puffe wieder viel zu kurz, um für die Rennen noch den letzten Schliff vorzunehmen. Ein kleines technisches Problem zwang ihn nach nur einigen Runden wieder zur Box zurück zu kehren. Beide Fahrer hatten einen super Start aus der ersten und zweiten Position ins erste Rennen, welches sie schlussendlich auf der ersten (Ilya Mikhalchik) und dritten (Julian Puffe) Position beendeten. Beim zweiten Rennen hatte Mikhalchik eine Berührung mit einem anderen Fahrer, die ihn einige Positionen zurück warf. Bis zum Ende der 18 Rennrunden hatte sich der Ukrainer auf den zweiten Platz vor gekämpft. Julian Puffe beendete Rennen zwei auf Position vier. 

 

Der dritte Lauf der Internationalen Deutschen Meisterschaft findet in zwei Wochen, vom 21. bis 23. Juni, auf der Heimstrecke des alpha Racing-Van Zon-BMW Teams in Zolder, Belgien statt. 

 

llya Mikhalchik, #1: „Es ist sehr wichtig, dass wir beide Rennen zu Ende gefahren sind. Die Punkte sind unheimlich wichtig für die Meisterschaft. Das Wochenende ging etwas mühsam los. Wir hatten mit kleinen technischen Problemen zu kämpfen und dann bin ich auch noch gestürzt. Es war zwar nix Großes, aber ärgerlich war es trotzdem. Mit meiner Qualifikationsrunde war ich auch nicht zufrieden und die Voraussetzungen für den Start in die Rennen waren nicht optimal. Ich hatte aber gute Rennen, habe mich auf die Pace konzentriert und das erste Rennen gewonnen. Das zweite Rennen habe ich auf der zweiten Position beendet. Das ist gut, denn ich hatte keinen guten Start und durch den Kontakt mit einem anderen Fahrer bin ich auf die zwölfte Position zurück gefallen. Sich von da aus zurück zu schlagen war nicht einfach, aber wir haben es geschafft. Darüber bin ich glücklich und ich danke meinem Team für ihre Arbeit dieses Wochenende. Ich freue mich jetzt auf das nächste Rennen.“

 

Julian Puffe, #19: „Wir hatten einen verdammt guten Start in dieses Wochenende. Wir waren in allen Sessions auf Position eins. Im Qualifying hatten wir über sieben Zehntel Vorsprung auf der Führungs-Position. Dann habe ich leider einen großen Fehler gemacht. Ich habe zu sehr gepuscht und das Motorrad dann in der ersten Kurve in den Kies geschmissen. Dabei ist sehr viel kaputt gegangen und mein Team musste harte Arbeit leisten, das Motorrad wieder aufzubauen. Ich hatte mir anhand meiner Pace zu Beginn des Wochenendes viel mehr erhofft. Dann kamen noch ein paar Probleme im Warm up heute morgen dazu. Dadurch konnten wir einige Sachen, die wir noch einmal testen wollten, nicht ausprobieren. Mein Team hat wirklich einen super Job gemacht und mein Motorrad wieder schnell aufgebaut, aber mit meinem Rennen bin ich natürlich absolut unzufrieden. Ich war zu langsam und hatte nicht die Pace vom Anfang des Wochenendes. Besonders beim zweiten Rennen hatte ich Probleme beim Überholen und es hat einfach nicht so funktioniert, wie ich es gehofft hatte. Beim nächsten Rennen greifen wir wieder an.“

 

Werner Daemen, Teammanager: „Wir hatten einen super Start ins Wochenende. Am zweiten Tag war es dann mit dem Sturz von Julian etwas stressig. Aber die Mechaniker haben einen ganz tollen Job gemacht und das Motorrad in einer Nachtschicht wieder aufgebaut. Julian’s Motorrad war wieder wie neu. Mein Dank geht an die Mechaniker, die haben wirklich ganze Arbeit geleistet. Ilya und Julian sind beide sehr gute und intelligente Rennen gefahren. Das erste Rennen hat Ilya gewonnen, Julian stand ebenso auf dem Podium. Und auch das zweite Rennen sind beide strategisch sehr gut gefahren und Ilya konnte sich von Startplatz neun bis zum zweiten Platz vorarbeiten. Er hat wieder wichtige Meisterschaftspunkte aufgeholt. Damit bin ich zufrieden und habe nicht wirklich etwas zu meckern.“

 

 

Fotos: Dino Eisele