Mit einem beruhigenden Ergebnis aus den Vorsaison-Tests reiste die alpha Racing-Van Zon-BMW Mannschaft zum Saisonauftakt der FIM Superstock 1000 Europameisterschaft ins MotorLand Aragón (ESP). Markus Reiterberger und Jan Bühn gehen nach einer intensiven Vorbereitung mit hohen Erwartungen in die neue Saison. Standortbestimmung für das neue BMW Motorrad Kundensport Team in der seriennahen Europameisterschaft, im Umfeld der Superbike WM.

Tag 1 – Free Practice. Bestzeit für Reiterberger bei Einstand.

Free Practice 1

Ein nasser Einstand für Markus Reiterberger und Jan Bühn beim ersten freien Training im MotorLand Aragón. Beim Funktionstest der neu aufgebauten BMW S 1000 RR reihte sich Reiterberger mit einer 2:09.091 min auf Position vier und Jan Bühn mit einer 2:17.242 min auf Position elf ein. 

Free Practice 2

Das zweite freie Training wurde dann auf trockener Strecke ausgetragen. Die Zeitenliste zeigte nach der 30-minütigen Session ein zufriedenstellendes Bild. Reiterberger auf Position eins (1:53,068 min) und Jan Bühn auf Position fünf (1:54.291 min +1.223).

Tag 2 – Qualifying: Reiterberger unterbietet bestehenden Rundenrekord aus 2017.

Free Practice 3

Wieder war es Reiterberger, der auch im letzten freien Training die schnellste Runde einfuhr. Mit 1:52.203 min erreichte er sein gesetztes Ziel, den Rundenrekord aus dem Vorjahr einzustellen, und verwies die Konkurrenz mit über einer halben Sekunde Abstand auf die Plätze. Für Jan Bühn reichte es für Rang zwölf (1:54.279 min).

Fun Fact – auf die Superbike Bestzeit von Jonathan Rea im FP4 fehlten Markus lediglich 1,5 Sekunden. Mit seiner Rundenzeit aus dem FP3 läge der bayerische Superstock Pilot auf Rang 7 der WorldSBK. Als beste BMW im WorldSBK Feld.

Qualifying

Markus Reiterberger sichert sich die Pole Position mit einer sensationellen Rundenzeit. Nach seinem Gaststart im vergangenen Jahr startet Reiti erneut von der ersten Startposition. Mit 1:51.427 min fuhr er 0,558 sec schneller als sein direkter Verfolger Tamburini. Mit dieser Rundenzeit war er sogar 0,440 sec schneller als Loris Baz (Althea BMW) in der Superpole 1 der Superbike WM. Zur Erinnerung – Reiterberger fährt in der Superstock 1000 Kategorie ein seriennahes Motorrad mit profilierten Reifen. In der WorldSBK dürfen unter anderem stärkere Motoren mit detaillierterer Elektronik, bessere Fahrwerkselemente und Slick Reifen gefahren werden.

Jan Bühn platziert sich mit einer 1:52.853 min auf einem hervorragenden fünften Startplatz. Der 26-jährige Pilot aus Kronau bestätigte damit seine Top-10 Ambitionen bereits im Qualifying.

Tag 3 –  Rennen: Reiterberger mit leichten Problemen und Bühn mit Pech.

Rennen STK 1000

Das über 13 Runden angesetzte STK1000 Rennen fand bei trockenen Bedingungen und 35°C Streckentemperatur statt. Wärmer als alle Sessions zuvor. Reiterberger konnte sich mit einem guten Start leicht absetzen und kam ohne Zwischenfälle ins Rennen. Jan Bühn musste nach einer Berührung durch einen Kontrahenten am Vorderrad  bereits in der ersten Kurve zu Boden, konnte das Rennen aber unverletzt, jedoch mit knapp 30 Sekunden Rückstand wieder aufnehmen. 

Mit einer 1:52.188 min stellte Markus Reiterberger bereits in seiner ersten fliegenden Runde einen neuen Rundenrekord für die STK1000 Kategorie auf, kämpfte dann aber bereits mit einem abnehmenden Griplevel, vor allem am Vorderrad. Aprilia Werksfahrer Scheib, sowie die beiden Italiener Tamburini (BMW) und Sandi (Ducati) blieben ihm dicht auf den Fersen und attackierten den alpha Racing-Van Zon-BMW Piloten. Reiterberger, der in der vierten Runde sogar bis auf Platz drei zurückgefallen war, schonte den Vorderreifen bestmöglich und konzentrierte sich vorrangig auf die Beschleunigungsphasen. Jan Bühn arbeitete sich unterdessen mit stabilen Rundenzeiten um sechs Positionen wieder in die Punkteränge. 

In der neunten Runde eroberte Reiterberger erneut die Führung. Der 24-jährige Bayer konnte den chilenischen Aprilia Werkspilot Scheib erfolgreich auf Distanz halten, bis dieser wegen einem technischen Defekt in der letzten Runde einige Positionen verlor. Jan Bühn stürzte in seiner ambitionierten Aufholjagd ein weiteres mal und war gezwungen das Rennen aufzugeben. Nach 13 Rennrunden überquerte Reiterberger als Sieger den Zielstrich, mit etwas mehr als zwei Sekunden Abstand vor Tamburini und führt die Meisterschaft nun mit 25 Punkten an. 

Werner Daemen (Team Principal alpha Racing-Van Zon-BMW)

„Das war ein guter Einstand für unser gesamtes Team. Markus und Jan haben einen tollen Job auf der Strecke gemacht. Markus hat im Qualifying mit der Pole Position und einem neuen Rundenrekord beeindruckt, aber auch Jan war mit P5 sehr gut unterwegs. Wir haben uns von Session zu Session steigern können. Im Rennen hatte Markus leichte Probleme, die er aber sehr gut gelöst hat – erneuter Rundenrekord und natürlich mit dem Sieg. Jan hatte viel Pech und konnte seine guten Leistungen am Wochenende leider nicht mit einem guten Ergebnis bestätigen. Wir können aber alle stolz auf diesen Saisonstart sein.“

Markus Reiterberger:

„Das Wochenende lief super. Wir haben uns aus einem sehr guten Setup vom Test bereits am Freitag erfolgreich weiterentwickelt. Im Qualifying haben wir direkt schnelle Zeiten geliefert, sodass wir wenig Stress hatten. Das Rennen lief etwas härter als erwartet, weil wir durch die Temperaturunterschiede etwas weniger Grip hatten. Bin ein paar mal ganz schön übers Vorderrad gerutscht und konnte dann nicht mehr so hart in die Kurve bremsen. Nachdem ich dann meinen Fahrstil umgestellt habe, lief es besser. Das Team hat einen super Job gemacht und mir ein geiles Bike hingestellt. Mit dem Ergebnis kann ich ruhig schlafen und freu mich auf Assen.“

Jan Bühn:

„Mein erstes Rennen in der Superstock Europameisterschaft habe ich mir anders vorgestellt, aber so ist es nun mal. Ich kann mit dem Rennwochenende zufrieden sein, auch wenn ich am Ende mit 0 Punkten nach Hause fahren muss. Wir haben uns stetig gesteigert und das Ergebnis im Qualifying war perfekt. Nach dem frühen Sturz im Rennen konnte ich trotzdem noch gute Rundenzeiten fahren, die theoretisch für die Top5 gereicht hätten. Die Enttäuschung ist da, aber in Assen geht’s in ein paar Tagen wieder los. Da sollten wir auch gut aufgestellt sein. Auf ein Neues.“

 

 

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Sebastian Kuhn

Marketing, Communications

alpha Racing-Van Zon-BMW