EGS-alpha-Van Zon-BMW Team testete in Spanien

 

Man kann sie schon riechen, die Motorsport-Saison 2021. Es sind nur noch wenige Wochen, bis die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft auf dem Lausitzring in Deutschland in die neue Saison startet. Die Corona-Pandemie hat die Welt noch immer fest im Griff, aber die Welt dreht sich trotzdem weiter und so haben die vier Fahrer des EGS-alpha-Van Zon-BMW Teams, mit Ilya Mikhalchik (UKR), Tim Eby (GER), Pepijn Bijsterbosch (NED) und Jan Mohr (AUT), die letzten Tage genutzt und ihre neuen Motorräder auf den internationalen Rennstrecken Motorland Aragón und Ricardo Tormo Circuit in Valencia in Spanien getestet. 

 

Mit einem reduzierten Team und nur den nötigsten Helfern ist die Crew von Team-Boss Werner Daemen nach Spanien gereist, um so viele Kilometer wie möglich zu fahren und Bikes und Fahrer aneinander zu gewöhnen. Neben der BMW S 1000 RR kam dabei auch die neu entwickelte BMW M 1000 RR zum Einsatz. Erste Kilometer mit dem neuen Motorrad haben schnell gezeigt, dass BMW wieder ganze Arbeit geleistet hat. Das Glänzen in den Augen der Fahrer haben dies bestätigt. Mit dem Set up der Maschine ist das Team als Resonanz der beiden Tests sehr zufrieden. Ein weiterer Test soll Ende April in Most, Tschechien stattfinden. Hier bleibt allerdings abzuwarten, wie sich die Lage aufgrund von COVID-19 im Land entwickelt und ob der zweitägige Test überhaupt möglich ist. 

 

Die IDM-Saison 2021 beginnt offiziell am 30. April auf dem Lausitzring. Für diese Saison sind insgesamt neun Events unter strengen Hygiene-Auflagen geplant. Auch hier gilt der Dank wieder den Organisatoren der Meisterschaft von der Motorpresse Stuttgart, die auch unter diesen erschwerten Bedingungen an der Meisterschaft festhalten und den Teams und Fahrern der IDM damit eine Zukunft ermöglichen. 

 

Was unsere vier Fahrer und Team Manager Werner Daemen zu den beiden willkommenen Abwechslungen in Spanien zu sagen haben, lesen Sie hier:

 

Jan Mohr, #5:
„Der Test in Valencia verlief sehr positiv. Ich habe schon in Aragón deutliche Fortschritte verspürt. Wir haben das Bike hinsichtlich des Fahrwerkes und der Elektronik auf mich einstellen können und ich habe meinen Weg gefunden. Auch im allgemeinen Set up haben wir viele Fortschritte gemacht. Besonders am letzten Testtag ließ sich das Bike schon viel agiler handeln und ich bin entspannter auf meine Rundenzeiten gekommen. Selbst mit gebrauchten Reifen konnten wir uns zeitlich verbessern und darüber bin ich sehr glücklich. Das waren zwei sehr intensive Tests. Ich bin viele Runden gefahren, um mich optimal an das Motorrad anzupassen. Natürlich haben wir noch immer viel Arbeit vor uns, aber ich bin zuversichtlich, dass schon der Saison-Auftakt erfolgreich verlaufen wird. Ich fühle mich sehr wohl im neuen Team. Alle arbeiten sehr professionell und das Team-Klima ist hervorragend. Ich hoffe, dass wir noch einen erfolgreichen Test absolvieren können und habe mir ganz klar zum Ziel gesetzt, von Anfang an Podiumsplätze zu erbringen.“

 

Tim Eby, #17:
„Die neue BMW S 1000 RR, die ich gefahren bin, ist direkt auf einem richtig hohen Level und ich konnte da anknüpfen, wo ich letztes Jahr aufgehört habe. Alles hat sehr gut funktioniert. Klar war das Team viel kleiner als normal wegen der aktuellen Corona-Einschränkungen. Es waren nur wenige Mechaniker vor Ort und wir hatten auch nicht alle Motorräder dabei. Das hat mich aber nicht daran gehindert, schnell wieder meinen Rhythmus zu finden. Auch wir Fahrer untereinander haben uns richtig gut verstanden. Insgesamt habe ich weniger an den Rundenzeiten gearbeitet, als am Gefühl mit dem Bike und mit dem, was wir bei den beiden Tests erreicht haben, bin ich sehr glücklich. Ich werde jetzt privat versuchen, noch so viel wie möglich bis zum Saisonstart zu fahren und auch noch ein bisschen fitter zu werden, um optimal auf die neue Saison vorbereitet zu sein.“

 

Ilya Mikhalchik, #37: 
„Ich bin wirklich sehr glücklich mit dem ersten Test. Ich hatte ganze sechs Tage auf meinem neuen Motorrad, der BMW M 1000 RR. Der Winter war schon recht lang und es war ein tolles Gefühl, mal wieder auf dem Bike zu sitzen. Mit meinen Rundenzeiten bin ich ganz zufrieden, besonders mit dem Race-Pace. Wir haben eigentlich die ganzen Tage daran gearbeitet. Ich mag das neue Motorrad sehr gern. Natürlich ist noch nicht alles zu 100% eingestellt, aber ich freue mich schon jetzt auf das erste Rennen damit. Ich werde wieder versuchen ganz vorn mitzumischen und die neue Saison auf meinem neuen Motorrad zu genießen. Wie immer ist es ganz klar auch in diesem Jahr sehr wichtig für mich, dass ich Spaß habe bei dem, was ich tue und daran habe ich keine Zweifel.“

 

Pepijn Bijsterbosch, #55:
„Es war gut, wieder auf dem Motorrad zu sitzen. Die Pause war sehr lang, umso mehr habe ich mich gefreut, dass wir die Möglichkeit hatten, in Spanien zu testen. Das Motorrad lief wirklich sehr gut und wir haben die komplette Testzeit dazu genutzt an den Einstellungen zu arbeiten. Mit den Fortschritten, die wir dabei gemacht haben, bin ich sehr zufrieden. Auch die Arbeit im Team war sehr gut und sehr professionell und ich freue mich auf die Saison im neuen Team. Ich bin eigentlich schon ganz ungeduldig, sehr bald wieder auf dem Motorrad zu sitzen. Von mir aus kann die Saison jetzt schon los gehen.“

 

Werner Daemen, Team Manager:
„Ich bin sehr glücklich mit dem Verlauf der beiden Tests in Aragón und Valencia. Das Team hat sehr gut am Set up der BMW M 1000 RR gearbeitet und ist dabei auch gut voran gekommen. Alle vier Fahrer haben gute Leistungen gezeigt. Tim ist die S 1000 RR gefahren und war in Valencia richtig gut. Seine Rundenzeiten lagen in den 1’38ern. Auch Jan hat sich sehr gut im neuen Team integriert, ich bin sehr zufrieden mit seiner Arbeit. Pepijn ist in Valencia auch sehr schnell unterwegs gewesen und er mag die neue M sehr, das war nicht zu übersehen. In Aragón war Ilya in den 1’52er Zeiten unterwegs und in Valencia war er mit 1’34 sehr schnell. Das hat mir gefallen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir beim Saisonauftakt in einem Monat auf dem Lausitzring wieder sehr gut mit dabei sein werden.“

Weitere Infos zur IDM-Meisterschaft erhalten Sie hier: www.idm.de