Gnädiger Wetter-Gott beim IDM-Event auf der TT Rennstrecke in Assen

 

 

Das Wochenende des sechsten Events der IDM Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft auf dem TT Circuit in Assen in den Niederlanden war ein voller Erfolg für das EGS-alpha-Van Zon-BMW Team, denn Stammfahrer Ilya Mikhalchik holte sich an diesem Wochenende dominant die Führung in der Meisterschaft zurück. Bereits am Trainings-Freitag belegte der Ukrainer in allen Sessions die erste Position und setzte das auch am Samstag, am Qualifikationstag in beiden Sessions weiter fort. Das erste Rennen wurde durch einen Unfall abgebrochen und verkürzt noch einmal neu gestartet, doch der 25-Jährige führte die verbliebenen neun Runden an und siegte souverän vor Florian Alt (GER) und Valentin Debise (FRA). 

Im zweiten Rennen fuhr Ilya ganz klar in seiner eigenen Klasse und gab den Ton bis ins Ziel an. Das ist der erste Doppelsieg des Ukrainers seit dem Assen-Lauf 2019. Durch diese beiden Siege und einen unfallbedingten Ausfall seines Haupt-Konkurrenten Dominic Schmitter liegt Mikhalchik nun mit 30 Punkten Vorsprung vor dem Franzosen Valentin Debise wieder in Führung der IDM 2021.

 

Der Lokalmatador Pepijn Bijsterbosch hatte leider kein so gutes Wochenende, denn der Freitag der 13. machte seinem Ruf für ihn alle Ehre. Nach nur ein paar Runden musste er mit seiner BMW M 1000 RR wieder in die Box zurück kehren, da es technische Probleme gab, die ihn davon abhielten die restliche Zeit des ersten freien Trainings zu nutzen. Die restlichen Sessions beendete er im Mittelfeld. Im ersten Rennen fuhr der Niederländer auf Platz 13 und sicherte sich wertvolle Meisterschaftspunkte, auch wenn er sich für sein Heimrennen mit vielen heimischen Zuschauern und einer eigens für ihn angereisten Fanbase, die ihn sowohl von der Tribüne, als auch aus dem Fahrerlager heraus unterstützte eher ein Podium erhofft hatte. Die 13 blieb ihm auch im Rennen zwei treu und war auch hier seine Platzierung bei Zieleinlauf.

 

Der Österreicher Jan Mohr, dessen Heimrennen der nächste Event auf dem IDM-Kalender auf dem Red Bull Ring in Spielberg sein wird, kam motiviert an der holländischen Rennstrecke in Drehnte an, jedoch fiel es ihm schwer ein richtiges Gefühl für sein Bike zu finden und auf sein ursprünglich gutes Gefühl mit der BMW M 1000 RR aufzubauen und so konnte auch er sich nur ins gute Mittelfeld kämpfen. Ganz sicher ist das nichts womit sich der ehrgeizige 23-Jährige zufrieden gibt. Im ersten Rennen schaffte er es nur auf Platz 15. Rennen zwei beendete er in 12. Position mit einem viel besseren Gefühl auf das er für sein Heimrennen am letzten August-Wochenende aufbauen will um dort die Top fünf wieder anzugreifen.

 

Tim Eby, der sich bereits im Verlauf der Trainingstage am Wochenende steigern konnte und mit dem Gefühl mit seinem Bike bis zum zweiten Qualifying sehr zufrieden war,  konnte leider an dieses Gefühl im zweiten Qualifying am Samstag nicht anknüpfen. Es fehlte ihm an Vertrauen. Das Warm up am Sonntag wiederum verlief recht gut und so ging der Deutsche motiviert ins erste Rennen. Bereits in der Besichtigungsrunde hatte Eby Probleme mit dem Motorrad, das zu stottern anfing. Dies verstärkte sich dann in der Warm up Runde noch und kurz nach dem Start ins erste Rennen wurde es so stark, dass er das Rennen für sich abbrechen musste und in die Box zurück kehrte. Rennen zwei verlief deutlich besser und er beendete dieses auf dem 17. Platz.

 

Der nächste Stop der IDM ist auf dem Red Bull Ring in Spielberg in Österreich vom 27. bis 29. August. Infos und die Ergebnisse der Serie finden Sie auf www.idm.de

Ilya Mikhalchik, #37:

“Endlich hab ich den ersten Doppelsieg seit 2019 erreicht. Der letzte davor war auch in Assen. Das sind besondere Gefühle, die da wieder hoch kommen und das gibt mir die extra Motivation, diese Richtung beizubehalten, in die wir gerade arbeiten, um mich selbst und mein Tempo zu verbessern. Mein Team hat dieses ganze Wochenende einen tollen Job gemacht, wir waren immer an der Spitze. Ich möchte mich bei allen bedanken, allen die mich unterstützen und immer um mich herum sind und mir bis hierher gefolgt sind. Ich freue mich jetzt wirklich auf Spielberg. Dort bin ich noch nicht gefahren und ich kenne die Strecke noch nicht. Ich denke aber, dass wir auch dort gute Ergebnisse erzielen werden können und ich freue mich und hoffe, dass ich auch da wieder an der Spitze mit kämpfen kann.”

Pepijn Bijsterbosch, #55:

“Eigentlich hat der Freitag schon richtig beschissen angefangen, als ich durch technische Probleme nur den halben Tag nutzen konnte. Samstag dann haben wir einen guten Schritt machen können. Mein Gefühl wurde immer besser und besser. Dann heute Morgen im Warm up haben wir noch einen weiteren Schritt gemacht. Ich hatte ein richtig gutes Gefühl mit dem Bike. In das erste Rennen hatte ich einen wirklich guten Start, wurde dann aber leider ein bisschen raus gedrückt und habe ein paar Plätze verloren. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass ich das aufholen kann. Dann wurde das Rennen wegen eines Unfalls abgebrochen und danach war mein Gefühl mit dem Bike überhaupt nicht mehr gut. Ich weiß leider nicht, wieso das so war. Das müssen wir jetzt erst einmal analysieren und vor dem nächsten Rennen heraus finden.” 

 

Jan Mohr, #5:

“Das Wochenende war wirklich sehr schwierig. Ich bin hier sehr motiviert her gekommen und hatte richtig Bock zum Fahren. Aber schon im ersten Training haben wir dann so eine richtige Watschen kassiert. Ich war richtig langsam und hatte kein Gefühl. Das ging im zweiten Training besser. Aber am Samstag dann sind wir sprichwörtlich gegen eine Wand gefahren. Wir hatten immer dieselben Zeiten, haben uns nicht verbessert, konnten keine großen Sprünge machen. Ich hatte ein schlechtes Gefühl für das Vorderrad und konnte nicht einlenken und die Kurvenspeed nicht mitnehmen. Auch das erste Rennen war nicht so gut, da hat mir der Hinterreifen nachgelassen. Das zweite Rennen dann habe ich richtig gut durchgezogen und das hat es eigentlich so ein bisschen wieder gerettet. Da kamen die Probleme erst in den letzten fünf Runden. Da hab ich dann leider ein paar Positionen verloren. Dennoch war es ein versöhnlicher Abschluss. Ich bin jetzt 110% motiviert für mein Heimrennen in zwei Wochen.”

 

Tim Eby, #17:

“Grundsätzlich bin ich mit dem Wochenende relativ zufrieden. Mit meiner Qualizeit von 1’41.6 bin ich sehr zufrieden. Ich war bisher nie ein Freund von Assen und ich dachte nicht, dass ich hier so schnell fahren kann, weil mir einfach die Erfahrung auf der Strecke fehlt. Wir waren hier noch nicht testen, weil das für mich einfach viel zu weit weg ist. Es ist echt schade, dass heute im ersten Rennen das Motorrad nicht gelaufen ist. Ins zweite Rennen hatte ich einen guten Start. Am Anfang war ich an der Gruppe dran, in der ich sein wollte. Am Ende bin ich ein bisschen schneller gefahren. Wie gesagt, ich bin eigentlich ganz zufrieden. Das Motorrad lief gut, bis auf den defekt heute Morgen, das Team hat gut gearbeitet. Wir haben im zweiten Rennen alles gegeben. Ich freue mich jetzt auf den Red Bull Ring, denn da war ich erst testen und bin auch relativ zügig gefahren da. Ich denke, dass ich dort bessere Chancen auf ein gutes Ergebnis habe, als hier.” 

 

Werner Daemen, Team Manager:

“Das war ein sehr gutes Wochenende. Sowohl in Assen, als auch in Spa Francorchamps, wo wir mit dem Dunlop Testteam ebenso gesiegt haben, wie hier. Über den Doppelsieg von Ilya bin ich sehr glücklich. Das ganze Team hat super gearbeitet. Ilya hat sehr souverän gewonnen. Er hat sowohl die Qualifikationen, als auch die Rennen diktiert. Im zweiten Rennen war er zweifellos der Beste. Dieses Jahr hat er sich wieder gesteigert. In Spielberg ist dann auch Markus (Reiterberger) wieder mit dabei, das sollten also auch wieder spannende Rennen werden.”