Ilya Mikhalchik: starke Konkurrenz für IDM-Neueinsteiger Jonas Folger 

Die Sonne hat sich an den ersten beiden Eventtagen des IDM-Saisonauftaktes auf dem TT Circuit in Assen nicht oft blicken lassen. Am Sonntag hingegen hat sie ordentlich Gas gegeben. Nach einem schwierigen Warm up für das EGS-alpha-Van Zon-BMW Team fanden die beiden ersten Rennen der IDM SBK 1000 Klasse statt, auf die alle schon so lange gewartet haben. Die hohe Luftfeuchtigkeit vor Ort sorgte am gesamten Wochenende für ein drückendes Klima, aber der Wettergott ist gnädig geblieben und hat den angesagten Regen und die Gewitter weitestgehend ausgelassen.

Der amtierende Deutsche Meister, Ilya Mikhalchik (UKR) und IDM-Neuzugang Vladimir Leonov (RUS) haben dem EGS-alpha-Van Zon-BMW Team in Assen ein paar gute Meisterschaftspunkte beschert. Auch wenn Leonov im Rennen eins Pech hatte und ohne Zähler in die Box zurückkehren musste. 

Im Qualifying am Samstag konnte sich nur der ebenso IDM-Neueinsteiger und Ex-MotoGP Fahrer Jonas Folger (TEAM Bonovo Action by MGM Racing) gegen den Stammfahrer des Teams, Ilya Mikhalchik durchsetzen und so startete der Ukrainer von Position zwei ins Rennen eins. Vladimir Loenov führte die zweite Startreihe auf Position fünf an. Leider musste er seine Jagd nach dem Podium, knapp hinter Florian Alt (TEAM Wilbers-BMW-Racing), in Runde neun von 13 mit technischen Problemen beenden. Durch den Ausfall der Startampel hatte sich der Start des ersten Rennens um 45 Minuten verzögert und das Rennen selbst wurde auf 13 Runden gekürzt. 

Mikhalchik brachte den zweiten Platz ins Ziel und sichert dem EGS-alpha-Van Zon-BMW Team damit das erste Podium der auf vier Events gekürzten Saison 2020. 

Mit etwas Verspätung ging es am Nachmittag mit der umgekehrten Startaufstellung ins Rennen zwei. Ilya Mikhalchik startete von Position acht, Vladimir Leonov von Position elf. Bereits in der zweiten Kurve führte Jonas Folger, der eine Position hinter Mikhalchik gestartet war, das Feld an. Mikhalchik konnte sich mit knapp zwei Sekunden Rückstand hinter dem Bayern festsetzen. Dort blieb der Ukrainer dann auch für die gesamten 15 Runden und fuhr ein eher einsames Rennen, bei dem er dem EGS-alpha-Van Zon-BMW Team mit dem zweiten Platz weitere wichtige Punkte bescherte. 

Vladimir Leonov fuhr einen bitteren Kampf um den dritten und letzten Podiumsplatz mit Dominic Schmitter (TEAM HESS Racing) und Florian Alt. Den Kampf verlor Leonov gegen beide in Runde neun. Nach dem Ausfall von Schmitter zwei Runden später, ging dann auch Alessandro Polita (TEAM Holzhauer Racing Promotion) am Russen vorbei und Leonov kam als Fünfter ins Ziel . Auch wenn es kein leichtes Wochenende für den Neuzugang im Team war, hat er dieses nach eigenen Aussagen dennoch genossen und fühlt sich herzlich willkommen im belgischen Team rund um Teammanager Werner Daemen. 

Der nächste IDM-Einsatz findet am 7. Und 8. September (an einem Montag und Dienstag) auf dem Sachsenring in Deutschland statt. Weitere Infos hierzu folgen!

Ilya Mikhalchik, #1:

„Ich konnte an diesem Wochenende nicht gewinnen, aber es war trotzdem ein guter Schritt für mich selbst. Es war gut zu sehen, dass jemand schneller sein kann als ich. Daran kann ich wachsen. Ich bin glücklich mit den beiden zweiten Plätzen. Das sind zwar nicht die vollen Punkte für die Meisterschaft, aber es sind sehr wichtige Punkte. Ich war sehr froh, dass ich mich von Platz drei und meinen Verfolgern so weit absetzen konnte und so dicht an Jonas dran geblieben bin. Das bedeutet, dass wir beide auf einem sehr hohen Niveau fahren. Das motiviert mich und gibt mir den nötigen Ansporn es beim nächsten Rennen wieder zu versuchen.“

Vladimir Leonov, #65:

„Für mich war es kein besonders einfaches Wochenende. Ich weiß, dass ich vorn dabei sein kann, ich hatte die Pace, aber wir hatten eine paar Probleme das Motorrad richtig für mich einzustellen und das hat mich daran gehindert vorn mitzumischen. Ich muss noch Vertrauen zum Motorrad aufbauen. Trotzdem bin ich sehr zufrieden mit der wirklich guten Arbeit, die mein Team für mich geleistet hat. Sie haben alle sehr hart gearbeitet und auch, wenn ich mit den Ergebnissen natürlich nicht glücklich bin, hat mir das erste Wochenende im neuen Team Spaß gemacht.“

Werner Daemen, Team Manager:

„Es war ein gutes Saisonauftakt-Wochenende hier in Assen. Vladimir hat leider etwas Pech gehabt. Es wären in beiden Rennen Podiumsplätze drin gewesen, er hatte das Zeug dazu. Beim ersten Rennen musste er wegen eines technischen Problems ausscheiden und beim zweiten Rennen hat er einen kleinen Fehler auf der Bremse gemacht. Das kann passieren, aber es ist für ihn ärgerlich. Ilya hat einmal mehr gezeigt, wie stark er ist. Er konnte an Folger dran bleiben. Die Lücke zur Verfolgergruppe war besonders im zweiten Rennen mit fast 20 Sekunden sehr groß. Ich denke, das wird noch sehr spannend, denn auf dem Lausitzring, oder dem Hockenheimring, bin ich überzeugt, dass Ilya gewinnen kann.“