Der Saisonauftakt der IDM – Internationalen Deutschen Meisterschaft auf dem Lausitzring war sehr erfolgreich für das alpha Racing-Van Zon-BMW Team, die mit zwei Siegen in der Tasche nach Hause fahren. 

Bereits die Trainings wurden von der belgischen Crew rund um Teamchef Werner Daemen mit Bravur absolviert und sowohl der Deutsche Julian Puffe, als auch Ilya Mikhalchik aus der Ukraine standen auf der Zeitentabelle ganz oben (ausgenommen im zweiten freien Training, welches Mikhalchik auf Platz vier beendet hat). Die Qualifyings wurden klar von den beiden alpha Racing-Van Zon-BMW Team-Fahrern dominiert und sowohl von Julian Puffe (QP1), also auch von Ilya Mikhalchik (QP2) auf Platz eins beendet. Die Pole Position sicherte sich Mikhalchik mit 0,1 Sekunde Vorsprung auf seinen Teamkollegen. 

Das erste der beiden Rennen am Sonntag auf dem Lausitzring, wurde nach nur wenigen Runden wegen eines Motorschadens eines anderen Fahrers (Marc Moser MGM racing performance) abgebrochen und auf neun Runden verkürzt, nach Reinigung der Strecke neu gestartet. Ilya Mikhalkchik fuhr Rennen eins vor seinem Teamkollegen Julian Puffe souverän zum Sieg. 

Rennen zwei, bei dem die ersten neun Fahrer die Startplätze in umgekehrter Reihenfolge zur vorherigen Startaufstellung einnehmen, wurde schnell von den alpha Racing-Van Zon-BMW Fahrern übernommen. Nach nur elf Runden war das zweite Rennen für Ilya Mikhalchik vorbei, denn durch ein elektronisches Problem musste er das Rennen vorzeitig beenden. Julian Puffe fuhr Rennen zwei zum lang ersehnten Sieg. 

Die IDM – Internationale Deutsche Meisterschaft wird sich vom 6. – 9. Juni im Rahmen der „German Speedweek“ in der Motorsportarena Oschersleben für den zweiten Lauf zusammen finden.

lya Mikhalchik, #1: „Das Wochenende ging eigentlich gar nicht so gut los. Wir hatten ein paar technische Probleme. Auch die Pole Position zu erreichen war gar nicht so leicht. Wir sind nicht so viele Runden gefahren und für ein gutes Set up hat uns einfach die Zeit gefehlt. Aber am Ende haben wir es dann doch noch geschafft und ich bin auf die Pole Position gefahren. Dann das erste Rennen hatte ich alles unter Kontrolle und konnte es mit einem kleinen Vorsprung gewinnen. Das zweite Rennen ging super los. Die erste Hälfte des Rennens lief alles perfekt, ich bin gut nach vorn gekommen. Als ich schon einen sechs-sekündigen Vorsprung hatte, ist das Motorrad aus gegangen. Ich habe versucht das Motorrad an und aus zu schalten. Leider war es ein technisches Problem und ich konnte nicht weiter fahren. Aber trotzdem bin ich ganz zufrieden mit dem Wochenende, weil wir stark waren und vorn mit dabei. Ich versuche da jetzt einen Haken ran zu machen und beim nächsten Lauf einfach wieder mein Bestes zu geben.“

Julian Puffe, #19:„Das Wochenende ist super gestartet. Wir waren eigentlich in den freien Trainings immer vorn mit dabei, in den letzten beiden Sessions auf Platz eins. Man hat gleich gesehen, wie konkurrenzfähig unser neues Motorrad ist. Wir haben über den Winter hart dran gearbeitet und viele Probleme ausgemerzt. Schon am Freitag auf Platz eins und zwei zu stehen war ein gutes Gefühl, mit viel Erleichterung. Das erste Qualifying lief auch wieder super, ich war gleich auf Platz eins mit einer halben Sekunde Vorsprung. Da wollte ich im zweiten Quali dann noch einen drauf setzen, war mir eigentlich auch sicher, dass ich nochmal schneller fahren kann, bin dann aber leider mit dem neuen Satz Reifen in der ersten fliegenden Runde abgeflogen. Somit war keine Verbesserung mehr möglich. Die Pole Position hab ich um 0,1 Sekunde verpasst, was sehr ärgerlich ist. Aber es war immer noch die erste Startreihe und das ist völlig ok. Das erste Rennen war ein bisschen turbulent. Nach dem Abbruch war ich an Ilya dran, hab mich dann aber verschalten und konnte nur noch den zweiten Platz verwalten. Im zweiten Rennen hab ich mich anfänglich etwas schwer getan. Bei mir war viel Glück dabei und Ilya hatte wirklich Pech, was mir für ihn auch echt leid tut. Ich möchte mich bei meinem Team bedanken, dass sie so hart gearbeitet haben und wir wieder ganz vorne mit dabei sind.“

Werner Daemen, Teammanager:„Das erste Wochenende ist nun vorbei. Das ist super gelaufen. Wir haben zwei Rennen gewonnen. Schon das Training lief gut. Wir waren auf Platz eins und zwei. Wir hatten weder mit dem Fahrwerk, noch mit dem Motor Probleme. Die Elektronik bedarf noch Verbesserung. Das zweite Rennen hatte Ilya schon fast gewonnen mit vier/fünf Sekunden Vorsprung. Doch dann hatte er ein elektronisches Problem, aber wir wissen dass es das erste Jahr ist und mit einem neuen Motor und dafür sieht es schon recht gut aus und ich bin zuversichtlich für den Rest der Saison.“

Foto: Felix Wiessmann