Vorletzte Veranstaltung der IDM-Saison 2020 auf dem Lausitzring mit zwei Podiumsplätzen beendet

 

An diesem Wochenende, nur zwei Tage nach dem zweiten Event der IDM-Saison 2020, fand auf dem Lausitzring, nur ca. 115 km südöstlich von der Landeshauptstadt Berlin, der vorletzte Lauf der Internationalen Deutschen Meisterschaft statt. Ilya Mikhalchik (UKR), Vladimir Leonov (RUS) und Tim Eby (DEU) kamen nach den guten Ergebnissen auf dem Sachsenring hochmotiviert in die Lausitz. Am Donnerstag vor dem Event hatten sich die EGS-alpha-Van Zon-BMW Fahrer auf eine kleine Radtour um den Senftenberger See verabredet und das ideale Wetter rund um den Lausitzring genossen. 

 

Mit einem dreitägigen Zeitplan fand am Freitag ausschließlich freies Training statt für die Superbike 1000 Fahrer. Den Tag beendeten Mikhalchik, Leonov und Eby auf Rang 2, 4 und 20. Auch am ersten Tag auf der, für den Bayern unbekannten Rennstrecke, war Jonas Folger (Bonovo Action by MGM Racing) unschlagbar. Ilya konnte aber ganz gut auf ihn aufholen und lag nur noch 0,150 Sekunden hinter dem Ex-MotoGP Fahrer.

 

Bei den Qualifikationen am Samstag erkämpften sich die drei EGS-alpha-Van Zon-BMW Piloten die Startplätze zwei (Ilya Mikhalchik), fünf (Vladimir Leonov) und 21 (Tim Eby). Eby ist mit seinem Startplatz nach ein paar Problemen während der Qualifyings nicht zufrieden, hat sich aber trotzdem auf die Rennen gefreut. Leider musste der 26-Jährige im ersten Rennen mit technischen Problemen nach nur zehn Runden aufgeben und ohne die Ziellinie zu überqueren in die Box zurückkehren. Mikhalchik und Leonov starteten aus den Positionen zwei und fünf nicht schlecht ins Rennen eins. Mikhalchik konnte gut an Frontrunner Jonas Folger dran bleiben. Erst ab Runde zehn wurde der Abstand zum ersten Platz etwas größer und Jonas Folger kam mit rund sieben Sekunden Vorsprung auf den Ukrainer ins Ziel. Vladmir Leonov hatte sich nach dem Start aus der fünften Position in Runde vier schon auf Rang drei vor gearbeitet und hielt Erwan Nigon (TEAM Kawasaki Weber Motos Racing) und Florian Alt (TEAM Wilbers-BMW-Racing) bis zur Runde sieben des 16-ründigen Rennens hinter sich. In Runde sieben jedoch ging der Franzose (Nigon) an ihm vorbei und platzierte ihn auf den vierten Rang. Eine Runde später, in Runde acht, war dann auch Alt am Russen vorbei. Der Kampf um den dritten und damit letzten Podiumsplatz wurde dann zwischen Nigon und Alt ausgetragen. Alt ging hierbei als Sieger hervor. Loenov beendete das erste Rennen der IDM SBK 1000 Klasse auf dem fünften Platz. 

 

Am Sonntagnachmittag fand das zweite Rennen statt. Durch die Platzierung im ersten Rennen und das „Reverse Grid“ Verfahren belegten die EGS-alpha-Van Zon-BMW Fahrer die Startplätze zwei (Vladimir Leonov), acht (lya Mikhalchik) und 21 (Tim Eby). Erneut ging es in 16 Runden um den Lausitzring um Edelmetall. Vladimir Leonov hatte einen ebenso guten Start wie Ilya Mikhalchik und übernahm die Führung. Mikhalchik hatte den besten Start seiner letzten Rennsportjahre aus der dritten Reihe und lag in Kurve eins schon auf der dritten Position. Doch auch Folger hatte einen guten Start und ging außen herum an seinen Mitstreitern vorbei. Leonov konnte bis zur vierten Runde an der Führung festhalten, doch dann ging der Bayer an Leonov vorbei und übernahm an der Spitze. Bereits in der fünften Runde hatte sich Folger schon in Führung liegend abgesetzt. In der sechsten Runde ging es zwischen den Teamkollegen Mikhalchik und Leonov um die zweite Position. Mikhalchik ging in Runde sieben an Leonov vorbei und setzt sich auf der Position zwei, die er bis zum Ziel beibehielt, fest. Hinter dem Ukrainer wurde der Kampf um den dritten Podiumsplatz wie bereits im ersten Rennen von Erwan Nigon, Florian Alt und Vladimir Leonov ausgetragen. In der neunten Runde musste Leonov seine dritte Position an Florian Alt abgeben. Zwei Runden später konnte der Russe seine Ideallinie nicht halten und so ging auch Nigon an ihm vorbei. Eine Runde vor Schluss konnte Leonov Nigon wieder hinter sich lassen, aber Dominic Schmitter (TEAM HESS Racing) schaffte es an beiden vorbei und verdrängte den 33-Jährigen auf den fünften Rang. Am Ende des Feldes tauschte der EGS-alpha-Van Zon-BMW-Fahrer Tim Eby mit Björn Stuppi (TEAM Buchner Motorsport powered by KME) Positionen. Eby schaffte es vor Stuppi ins Ziel und beendete das zweite Rennen in Position 21. 

 

In 14 Tagen, vom 25. bis 27. September, findet bereits das vierte und damit letzte Rennen der gekürzten IDM-Saison 2020 auf dem Hockenheimring statt. 

 

Ilya Mikhalchik #1:
„Ich hatte ein ziemlich gutes Wochenende. Beide Rennen konnte ich in der zweiten Position beenden und stand auf dem Podium. Im ersten Rennen hatte ich ein gutes Gefühl mit dem Motorrad, aber ich hatte meine Schwierigkeiten mit den harten Reifen und fehlendem Grip. Ich konnte einfach nicht an Jonas ran fahren, aber das Rennen war sehr gut. Beim zweiten Rennen hatte ich wahrscheinlich meinen besten Start aus der dritten Reihe in den ganzen letzten Jahren. Aber auch hier hatte ich Probleme, diesmal mit dem Vorderreifen, in der zweiten Kurve. Ich bin fast gestürzt und habe dann verstanden, dass ich nicht weiter an Jonas ran komme. Von der siebten, oder achten Runde weg habe ich es dann nur noch ins Ziel gefahren. Es war trotzdem der zweite Platz und es sind wieder wichtige Punkte für die Meisterschaft. Jetzt werde ich mich ein bisschen erholen und mich auf das letzte Rennen auf dem Hockenheimring vorbereiten.“

 

Tim Eby #17:
„Der erste Tag hier auf dem Lausitzring ging für mich nicht so gut los, wurde dann aber immer besser und besser, so dass ich dachte, das wird ein richtig gutes Wochenende. Ich habe dann auf die Qualis gehofft, aber die Veränderungen, die wir am Fahrwerk gemacht haben, waren nicht so gut für mich. Danach lag meine Hoffnung auf dem Renntag. Das Warm up war ganz gut. Leider hatte ich im ersten Rennen ein technisches Problem mit dem Bike und musste nach nur zehn Runden in die Box zurück kehren. Beim zweiten Rennen ist derselbe Fehler wieder aufgetreten, da konnte ich das Rennen aber zu Ende fahren. Nur war nicht viel dabei möglich, was mich natürlich enttäuscht. Ich hatte mir hier mehr erhofft, gerade auch, weil ich ja in der Vorsaison hier testen war. Jetzt hoffe ich einfach, dass ich auf dem Hockenheimring etwas mehr Glück habe.“

 

Vladimir Leonov #65:
„Das war ein sehr schwieriges Wochenende für mich. Die Strecke ist nicht so einfach. Es gibt in Russland eine ähnliche Strecke, auf der ich dieses Jahr schon einmal in der Russischen Meisterschaft mit dem selben Motorrad gefahren bin und ich habe da die selben Probleme gehabt wie hier auf dem Lausitzring. Trotz, dass das zweite Rennen sehr viel besser lief, als das erste, haben wir nicht das letzte Etwas gefunden. Ich habe sogar versucht meine Sitzposition zu verändern, um diesen Unebenheiten auf der Strecke entgegen zu wirken, aber es war einfach nur schwierig eine gute Pace beizubehalten im Rennen. Im zweiten Rennen habe ich dann ein paar Fehler gemacht. Der dritte Platz wäre sicher drin gewesen. Natürlich bin ich enttäuscht, eben auch weil die Meisterschaft mit nur vier Events sehr kurz ist und eben keinen Spielraum für Fehler lässt. Man hat auch nicht so viel Zeit ein paar Dinge auszuprobieren. Ich möchte meinem Team aber natürlich auch diesmal wieder danken, dass sie wirklich hart arbeiten, um mir mit meinen Problemen zu helfen.“

 

Werner Daemen, Team Manager:
“Tim hatte im ersten Rennen wirklich Pech. Das zweite Rennen lief dafür besser. Er selbst hat natürlich auch den Anspruch an sich, dass er besser werden will. Das ist gut, das hält ihn motiviert und ich hoffe, dass es ihm auf dem Hockenheimring gelingen wird. 
Vladimir hat sich mit der Abstimmung im ersten Rennen nicht wohl gefühlt. Das zweite Rennen lief für ihn besser, er konnte sich ein paar Runden an der Spitze halten. Zum Ende hin hatte er dann wieder Schwierigkeiten, aber ich bin mit der Arbeit von Vladimir zufrieden. Er ist hier gut gefahren.  Ich weiß aber, dass seine Ansprüche an sich selbst natürlich höher sind. Ilya hat heute wieder einmal gezeigt, dass er auf einem Top-Niveau fährt und ist wirklich richtig gut dabei gewesen. Er hat im ersten Rennen das Maximum aus dem Motorrad heraus geholt. Auch Folger war hier am Lausitzring ein paarmal an seine Grenzen geraten. Das war nicht wie auf dem Sachsenring. Daher muss ich sagen, dass ich insgesamt mit unserem Wochenende auf dem Lausitzring zufrieden bin. Jetzt kommt nur noch ein Event und dann ist die Saison schon wieder vorbei. Meine Erwartungen für den Hockenheimring liegen also hoch.“