Almeria, Spanien. Das alpha Racing – Van Zon – BMW Team hat im südspanischen Almeria den ersten Funktionstest mit der 2019 brandneu erscheinenden BMW S 1000 RR abgespult. Fünf Tage lang kümmerte sich die Mannschaft von Teamchef Werner Daemen um die neuen Doppel-R-Maschinen für den amtierenden IDM Superbike Meister 2018 Ilya Mikhalchick (UKR) und den letztjährigen Gesamt-Dritten Julian Puffe aus Schleiz. 

Bei Ankunft, wurden die brandneuen Bikes komplett in Straßen-Serien-Konfiguration für die ersten Meter zur Einfahrt der Motoren auf die Strecke geschickt. Beide Piloten zeigten sich bereits nach dem Erstkontakt mit den Bikes begeistert von der neuen RR. 

Im Laufe der Woche wurden die Maschinen auf Renntrimm umgebaut und mit etlichen Tuning- und Evolutions-Teilen versehen. Dabei arbeiteten Mikhalchik und Puffe mit ihren jeweiligen Schrauber-Teams an der Findung des Basis-Setups und suchten nach dem einzuschlagenden Weg bei Zubehör-Teilen. 

Erfreulich für die Mannschaft war, dass man bereits am Ende dieses fünftägigen Tests mit dem Vor-Motorrad schneller war, als mit der „alten“ RR vor einem Jahr. Doch ein Ende der Vorbereitungsarbeiten ist noch nicht in Sicht: Das alpha Racing – Van Zon – BMW Team hat in Almeria quasi mit den Vorstufen-Prototypen für die Saison gearbeitet und wird aufgrund der nun gewonnen Erkenntnisse und Daten die Rennmaschinen für Mikhalchik und Puffe für den nächsten Test aufbauen. 

#1 – Ilya Mikhalchik – Fahrer:

„Insgesamt bin ich wirklich sehr, sehr zufrieden mit dem Test. Wir sind sehr viele Runden gefahren und das Gefühl auf dem neuen Motorrad war vom ersten Moment an richtig gut. Das Motorrad ist absolut neu und frisch, aber wir werden beim ersten Rennen ganz sicher 100-prozentig vorbereitet sein und die RR auf Stand haben. Wir werden sehen. Momentan kann ich noch nicht sagen, was am neuen Motorrad besser und was schlechter ist. Es sieht gut aus und die Neue ist sehr schnell, aber auch meine alte RR war sehr schnell und ein extrem gutes Motorrad. Die Doppel-R ist ein brandneues Motorrad und ich glaube, dass wir damit noch konkurrenzfähiger als mit der alten sein können. Darüber bin ich extrem glücklich! Ein großer Dank geht an mein Team, die hier einen richtig guten Job gemacht haben und wir werden jetzt den nächsten Test vorbereiten und dann die ersten Rennen. Ich kann es kaum erwarten.“

#19 – Julian Puffe – Fahrer:

„Unser Test war ziemlich aufregend. Wir hatten noch einige Probleme an dem neuen Motorrad, die es zu beheben gab, weitestgehend ist das für diese Phase des Projektes aber normal. Die ersten vier Tage sind wir daher gar nicht so viel zum Fahren gekommen, wir mussten Bremsen testen, die aber auch nicht alle gleich gut funktioniert haben. Damit kamen wir erst am letzten, fünften, Tag richtig zum Fahren. Da konnten wir dann einige Runden am Stück fahren und auch am Fahrwerk arbeiten. Das ist uns am Ende ganz gut gelungen und auf eine Runde gesehen sind wir jetzt schon schneller als mit dem alten Motorrad im letzten Jahr. Aber wir haben noch Verbesserungen bei der Reifenhaltbarkeit in Angriff zu nehmen. Gut war aber, dass wir uns einen Eindruck vom neuen Motorrad holen konnten. Die Basis ist definitiv gut und ich denke, dass die neue Doppel-R besser ist, als die Alte. Wir müssen jetzt alles sammeln und auswerten und dann wird mein richtiges Rennmotorrad aufgebaut, das hier war ein Test-Bike. Dort wird dann auch der neueste Stand von allem drauf sein, das hier jetzt waren teilweise noch Evolutionsstufen und Entwicklungsteile. Wir haben aber jetzt die ordentliche Basis und können beim nächsten Test deutlich besser gerüstet ins Geschehen gehen.“

Werner Daemen – Teamchef:

„Die ersten fünf Tage mit der brandneuen BMW S 1000 RR haben wir erfolgreich hinter uns gebracht. Wir haben mit kompletten Straßen-Serienmotorrädern angefangen und uns dann Schritt-für-Schritt auf den Rennstrecken-Umbau konzentriert. Das ist für uns alle im Team ein spannendes Projekt, weil die neue Doppel-R eben ein komplett neues Motorrad ist und nicht nur eine Evolutionsstufe. Wir fangen quasi bei Null an und haben damit ein paar Dinge in den Griff zu bekommen, aber dass wir am Ende nach fünf Tagen schon schneller als im Vorjahr mit der ausgereiften RR sein konnten, ist für alle natürlich ein unglaublicher Motivations-Trieb. Ich denke, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir müssen noch daran arbeiten, den Speed über die Distanz zu bringen, aber wir werden bis zum Auftakt auf dem Lausitzring ganz sicher noch einige Schritte machen und dann einmal schauen, wo wir stehen.“