Das alpha Racing-Van Zon-BMW Team hat es wieder getan! Ilya Mikhalchik sicherte sich und dem Team heute in der Kathedrale des Motorradrennsports, dem TT Circuit in Assen, in den Niederlanden, den Deutschen Meisterschaftstitel 2019. Der junge Ukrainer fuhr souverän zweimal zum Sieg und bescherte dem Team rund um Team Manager Werner Daemen seinen zweiten IDM-Titel. Insgesamt ist es für die belgische Mannschaft bereits der fünfte Deutsche Meisterschafts-Titel in sieben Jahren. 

 

Und trotzdem war es für das alpha Racing-Van Zon-BMW Team ein durchwachsenes Wochenende. Während Mikhalchik jede Session anführte und beide Rennen gewann, hatte Julian Puffe auf seiner Seite der Box mit einigen technischen Problemen und einem heftigen Sturz im ersten freien Training zu kämpfen. Schlussendlich konnte sich aber auch der 23-jährige Schleizer wichtige Meisterschaftspunkte sichern und wird in drei Wochen als Tabellen-Zweiter beim Saison-Finale auf dem Hockenheimring ankommen.

 

llya Mikhalchik, #1: „Das ganze Wochenende lief perfekt, denn wir waren in allen Sessions Erster und haben beide Rennen gewonnen. Das war nicht unbedingt einfach, aber auch nicht unmöglich. Die Punkte sind sehr wichtig gewesen für mich und ich freue mich sehr, dass ich dem neuen BMW-Bike den ersten Titel eingebracht habe. Den Titel vor dem letzten Rennen schon zu gewinnen ist auch nicht schlecht. Wir haben wirklich hart gearbeitet dieses Jahr und mehr Rennen gewonnen als im letzten Jahr und es sind noch zwei Rennen bis zum Ende der Saison. Es ist schön, dass ich diese relaxt angehen kann und ich freue mich auf das Saisonende auf dem Hockenheimring.“

 

Julian Puffe, #19: „Das war mal wieder leider nicht mein Wochenende. Im ersten freien Training am Freitag bin ich bereits in der fünften Runde ziemlich heftig per Highsider abgestiegen. Das war mein Fehler und ich habe mir damit das ganze Wochenende versaut. An dem Freitag ging dann nix mehr. Das Motorrad war kaputt und mein Team musste mir ein neues Motorrad aufbauen. Die haben da echt einen super Job geleistet. Die Qualifikationen waren dann aufgrund der gemischten Wetterverhältnisse auch nicht so toll. Es war teils nass und teils trocken im ersten Quali und ich konnte mich zum Ende hin nicht mehr verbessern, bin nur auf Platz 16 gelandet. Das zweite Quali konnten wir gar nicht fahren, da hat es von Anfang an geregnet. Das erste Rennen war wegen der fehlenden Daten im Trockenen auch schwierig, trotzdem bin ich dann von Platz 16 auf Platz acht gelandet. Das war okay. Beim zweiten Rennen haben sich die ersten Runden ganz gut angefühlt. Mit erneuten technischen Problemen konnte ich dann nur noch den neunten Platz ins Ziel retten. Wenigstens konnten wir am Ende noch ein paar Punkte mitnehmen, aber alles in allem war das kein gutes Wochenende für mich.“

 

Werner Daemen, Team Manager: „Natürlich bin ich glücklich und ein stolzer Team Manager. Es war wie immer ein langes Jahr und ein langer Kampf. Das Motorrad ist ganz neu, wir wussten nicht, was uns erwartet. Wir haben es geschafft ein neues Bike ganz nach vorn zu bringen. Das zeigt, dass wir unsere Arbeit gut gemacht haben. Nicht nur Ilya hat einen Top Job abgeliefert, sonder das ganze Team. Julian hatte hier mit einigen Problemen zu kämpfen. Noch vor zwei Rennen hat er die Meisterschaft angeführt. Auch er hat gute Arbeit geleistet und nächstes Jahr kann er die Meisterschaft wieder angreifen. Ich möchte die Gelegenheit nutzen und unseren Sponsoren dafür danken, dass sie uns mit ihrer Unterstützung die Möglichkeit gegeben haben, das alles zu erreichen.“

 

Fotos: ©Dino Eisele