Ilya Mikhalchik übernimmt Meisterschaftsführung; schwieriges Wochenende für Julian Puffe

 

 

An diesem Wochenende fand auf dem Autodrom Most, in Tschechien, der sechste Lauf der IDM – Internationalen Deutschen Meisterschaft statt. Das alpha Racing-Van Zon-BMW Team kam mit Julian Puffe als Meisterschaftsführenden auf die knapp 4,1 km lange Rennstrecke und verlässt diese auch wieder als Meisterschaftsführender und trotzdem gab es einen Führungswechsel. Mit zwei Siegen in Rennen eins und Rennen zwei überholte Ilya Mikhalchik seinen Teamkollegen und führt die Meisterschaft nun mit 41 Punkten Vorsprung an. 

 

Das alpha Racing-Van Zon-BMW Team kam bei besten Wetterbedingungen an der tschechischen Rennstrecke an. Der Trainingsfreitag lief, abgesehen von ein paar kleinen Problemen ganz gut. Beide Fahrer beendeten den Tag in den Top zwei. Dann änderten sich die Bedingungen über Nacht und teilweise heftiger Regen zog auf, was es unmöglich machte, die Zeiten zwischen dem ersten und dem zweiten Qualifying zu verbessern. Nur drei Fahrer haben sich entschlossen, beim zweiten, nassen Qualifying auf die Strecke raus zu fahren. Ilya Mikhalchik startete daraufhin vom zweiten Startplatz aus ins erste Rennen. Julian Puffe belegte den fünften Startplatz. 

 

Puffe hatte einen ganz guten Start. Durch ein elektronisches Problem, direkt nach Start ins Rennen, fiel er leider zurück und wurde in der ersten Kurve raus gedrückt. Dabei verlor er einige Positionen. Während des Rennens kämpfte sich der 23-Jährige bis auf Position sechs vor. Zwei Runden vor Schluss stürzte er jedoch und konnte keine Punkte mit nach Hause nehmen. Mikhalchik hatte keinen guten Start ins Rennen eins, konnte sich aber im Laufe dessen wieder an die Spitze vor kämpfen und fuhr dort ein einsames Rennen, welches er mit einer Bestzeit von 1’35.430 gewann. 

 

Für Puffe’s Seite der alpha Racing-Van Zon-BMW Box hieß es nun die BMW S 1000 RR nach dem Sturz in Rennen eins rechtzeitig wieder aufzubauen. Bis zur letzten Sekunde schraubten Puffe’s Mechaniker und schafften es letztendlich, dem jungen Schleizer wieder ein voll funktionsfähiges Bike hinzustellen. Puffe hatte einen starken Start ins Rennen zwei, beklagte dann aber erneut Probleme mit seinem Bike und nach nur fünf Runden fiel er, wieder durch einen Sturz, auch aus diesem Rennen aus. Mikhalchik fuhr ein souveränes Rennen nach einem mäßigen Start, schaffte es aber wieder bis an die Spitze und gewann so auch Rennen zwei auf dem Autodrom in Most. 

 

Mit einem Doppel-Sieg und den Plätzen eins und zwei in der Meisterschaft, wird das alpha Racing-Van Zon-BMW Team am 6. September auf der holländischen Rennstrecke in Assen ankommen und dort den siebten und vorletzten Lauf der Meisterschaft mit Ilya Mikhalchik auf dem Gesamt-Rang eins und Julian Puffe auf Position zwei bestreiten.

 

llya Mikhalchik, #1: „Es war fast ein fantastisches Wochenende für uns. Es war deshalb nur fast ein perfektes Wochenende, weil wir die Pole Position nicht erreicht haben, aber das lag am Wetter. Natürlich sind wir trotzdem glücklich, denn die Rennen spielen die Hauptrolle und die haben wir beide gewonnen. Wir hatten dieses Wochenende keine Probleme und diese beiden Siege sind sehr wichtig für uns. Ich freue mich nun auf Assen. Es ist eine meiner liebsten Rennstrecken. Vielen Dank auch an die ganzen Leute, die auch an diesem Wochenende alle nach Most gekommen sind, um uns zu unterstützen.“

 

Julian Puffe, #19: „Das Wochenende fing eigentlich schon mit Pech an. Wir hatten am Freitag ein paar technische Defekte. Am Samstag war dann das Wetter schlecht und wir sind nur zwei Runden gefahren. Ich hab mich auf den fünften Startplatz qualifiziert, es war noch nichts verloren. Beim ersten Rennen hatten wir dann sofort nach dem Start Probleme mit der Elektronik. Das hat mein Rennen eigentlich schon so gut wie beendet. Es war kaum noch zu fahren, ich konnte nicht mehr schalten und bin dann zwei Runden vor Schluss auch noch gestürzt. Beim zweiten Rennen hatte ich keinen schlechten Start, aber in der ersten Kurve wurde ich nach außen gedrückt und habe einige Plätze verloren. Ich konnte dann zwar wieder ein paar Plätze gut machen. Aber dann bin ich ohne Vorwarnung gestürzt. Wir müssen jetzt erst einmal analysieren, woran das lag und das Wochenende am besten so schnell wie möglich abhaken und in Assen wieder angreifen. Ich danke meinem Team, dass sie mein Motorrad nach dem ersten Rennen so schnell wieder aufgebaut haben.“

 

Werner Daemen, Team Manager: „Das war ein schwieriges Wochenende, auch für mich persönlich. Wir hatten bei Julian einen Elektronik-Fehler. Er ist als Meisterschaftsführender hierher gekommen und ist dann leider zweimal gestürzt. Wir müssen jetzt erst einmal heraus finden, woran es gelegen hat. Julian kann da nichts dafür, so etwas passiert eben leider im Rennsport. Auf der anderen Seite der Garage hat Ilya einen Top-Job abgeliefert. Er hat zweimal gewonnen und die Führung in der Meisterschaft von neun Punkten Rückstand, auf 41 Punkte Vorsprung übernommen. Für uns ist es nicht nur wichtig, in der IDM dabei zu sein, sondern auch die Meisterschaft zu gewinnen. Und das hätten beide verdient. Ich bin ganz zufrieden. Beide sind gesund und der Rest spielt keine allzu große Rolle.“

 

Foto: © Dino Eisele

 

Foto: © Dino Eisele